TIPPS FÜR EINE BEWERBUNGSMAPPE IM BEREICH MODE

Am Anfang meines Berufsweges musste ich mich bewerben. Aber zusätzlich zu einer normalen schriftlichen Bewerbung, war natürlich auch eine Bewerbungsmappe abzugeben.

Sie soll sozusagen ein visueller Beweis für dein Können sein. Dazu zählen deine Kreativität und/ oder Fähigkeiten. Denn ganz im Vordergrund steht die Kreativität. Das Können lernst du während der Ausbildung oder des Studiums früh genug. Also geht ganz entspannt an die Sache ran.;)

Es ist wichtig für sich selber zu entscheiden, inwieweit ich mich persönlich einbeziehen möchte. Bei meinem Beispiel wählte ich mir eine allgemeinere Variante. Es geht aber auch anders. Zum Beispiel entschied sich eine Bekannte für ein Thema, der wie ein roter Faden sich durch die ganze Bewerbungsmappe ziehen sollte. So hat sie angefangen, die Oberfläche der Mappe entsprechend dem Thema zu widmen. Hier war es das Thema: „Mein Lieblings Haustier – HUND“. Zum Glück ist ihr Hund ein Dalmatiner, so gab es fast auf jeder Seite ein paar schwarze Punkte zusehen. Ich kann dazu nur sagen, sehr clever. 🙂

Nun zu den ersten Schritten:

1.) Wähle ein Format für die Mappe. Im Großen und Ganzen kann man jedes Format nehmen. Beachtet jedoch, dass die Größe nicht A2 unterschreitet. Es ist auch empfehlenswert bereits die Mappe an sich kreativ zu gestalten. (Wie bei dem oben genannten Beispiel, die schwarzen Punkte.)

Denn das Auge sieht zuerst die Mappe. Schon in den ersten Sekunden muss der Betrachter Neugier entwickeln.

Kreativität bedeutet nicht zwangsläufig etwas Außergewöhnliches. Haltet euch in den Bereich, indem ihr euch auch wohl fühlt. Manchmal kann auch weniger, mehr sein!

2.) Der Umfang. Für meine persönliche Mappe (A2)  hatte ich mir vorgenommen zwischen 15 – 20 unterschiedliche Themen aufzunehmen.

3.) Welche Themen solltet ihr berücksichtigen?

Beispiel 1: (Bewerbung für meine Ausbildung)

–          Skizzen von Klamotten am Körper, aber auch ohne

–          Naturstudium

–          Malerei (z.B.: Aquarelle)

–          Architektur

–          Collagen von Inspirationen für Farbe, Form und Oberfläche (z.b.: Stofffotografien)

Für meine Bewerbung für eine Ausbildung habe ich meine Mappe nicht ganz so umfangreich gestaltet, wie für das Studium. Aber ich muss dazu sagen, dass man sich immer weiter entwickelt. Tipp:  Ich nehme meine Bilder immer nur aus den letzten 2 Jahren. Außer natürlich, sie sind der Wahnsinn und gefallen mir noch heute sehr. Und sind meiner Meinung nach, noch entsprechend meiner Fähigkeiten.

Beispiel 2: (Bewerbung für mein Studium)

–          Naturstudium (Portraits, Akte, Natur, Architektur, Tiere)

Portait:

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Akte:Image

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Tiere:Image

–          Farbcollagen nach einem Thema (Hier: Frau Holle – Black and Gold)

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OH! Ich sehe grad, das das Pech von dem Bogen, auf das Gesicht von Pechmarie gefallen ist. Das ist natürlich nicht so gewollt.;) Ach und ich habe es am Ende der Mappe geheftet. Es war in meinen Augen nicht ganz so gut gelungen, aber dennoch sehenswert.

–>Werk aus meiner Ausbildung, so kann man ein wenig Zeit sparen und sie in andere Themen investieren.;)

–          Inspiration für Strukturen (Hier: Fotos von unterschiedlichen Oberflächen, z.B.: Straßenkrebs, Fell, Blattstrukturen, Pflasterwege, Baumstämme, etc.)

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(Ich entschuldige mich an dieser Stelle für die schlechte Qualität.)

–          Auch stammt die Musterentwicklung aus meiner Ausbildung. Angefangen mit einem Blatt, entwickelte ich es zu einer stilisierten geometrischen Form. Dann hatte ich sie zu diversen Gebilden zusammengesetzt. Es entstanden verschiedene Muster. Dazu entwickelte ich noch ein Farbthema: „Indischer Gewürzbasar“.

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–          Modeskizzen. Natürlich sind das alles nur Vorschläge. Jeder empfindet anders und möchte seine Vorstellungen individuell darstellen.

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Und gegenüber geheftet:

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Auch ein Werk aus meiner Zeit in der Ausbildung. Ich habe nur noch alles angeordnet und aufgeklebt.

–           Hobbys. Meines ist es unter Anderem zu malen. Also dementsprechend gemalte Bilder auf Leinwand.

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Das Bild ordnete ich ganz am Anfang an, um einen schönen bzw. guten Eindruck zu gewinnen.

–          Etwas was ich noch dazu fügen wollte, auch weil mir langsam die Zeit damals fehlte, waren Skizzen die in, ungelogen, unter einer Minute entstanden.

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Noch ein paar Tipps:

–          Ich entschied mich dafür jedes einzelne Blatt zu einem Kunstwerk zu machen. Das hieß, das ein Thema, wenn möglich auf einen Blatt zusammengefasst wurden, so dass es keine Blätter gab die einzeln herum flogen.

–          Ich zog ein Format durch die Mappe und heftete sie in einer Folie.

ICH MÖCHTE ABER BETONEN, DAS ES DIE KLASSISCHE, ORDENTLICHE VARIANTE IST, DIE AUCH MEINEM PERSÖNLICHEN EMPFINDUNGEN ENTSPRACHEN.

Ihr müsst nicht unbedingt so ordentlich arbeiten. Wenn es eurem Wesen mehr entspricht kreativer, offener zu sein, dann solltet ihr das auch tun und darstellen. WICHTIG ist auch eure Persönlichkeit.

–          Ich habe auch Mappen aus Pappe/ Karton gesehen, die so groß waren wie ich. Und darüber waren einfach nur Polizeispruchbänder geklebt. Lebt euch einfach aus! (Bei mir waren es elegante Satinbänder und übrig gebliebene, wunderschöne Knöpfe, die nach dem „Goldenen Schnitt- Prinzip“ angeordnet waren.)

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An der Mappe fehlen inzwischen ein paar Knöpfe, aber zu jener Zeit (~aalllllllt~ quatsch!:)) waren sie komplett.

–          Ein anderer Aspekt: Bedenkt die Anordnung der einzelnen Themen. Ich persönlich, finde es von Vorteil, wenn man das „Allgemeinere“ am Anfang sieht, um eine Grundeinschätzung vom „Können“ zu bekommen. Und am Ende sollte die Persönlichkeit und vor allem die Kreativität dargestellt werden. Für einen runden Abschluss, aber auch dem Betrachter eine einfachere Einschätzung zu ermöglichen. Die Betrachter bzw. Bewerter müssen meist bis zu 50 Mappen pro Tag anschauen. Natürlich darf es auch nicht ganz so rund sein, das man einen vergisst.;)

–          Oh! Und noch ein wichtiges Detail. Das habe ich erst später mitbekommen, aber von Nachteil kann es ja nicht sein. Es ist so, das die meisten Unis zum Zeitpunkt der Bewerbung keine genähten Sachen sehen wollen. Aber entscheidet selbst, ob ihr das nicht einfach überseht.;)

–          Nehmt euch Zeit und plant! Das heißt: Was will ich eigentlich alles einbringen in die Mappe?, der zeitliche Rahmen –> Was mache ich zu welchen Zeitpunkt? Wie lange habe ich Zeit bis zur Dead-Line?  ABER! Bedenkt alles und macht es mit Muse und Ruhe.

An dieser Stelle kann ich nur noch sagen: Viel Erfolg! Ich hoffe, ich konnte euch helfen. Falls noch Fragen sind, scheut euch nicht sie zu stellen. 🙂

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About silberminze

Hallo mein Name ist Miriam Seeburg. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, euch in besonderen Bereichen eine kleine Hilfestellung zu geben. Ich schreibe hauptsächlich über meine Hobbys: 1.) Schneiderei 2.) Bücherei 3.) Atelier Und hoffe nebenbei, das ihr inspiriert werdet. ;) Neugierig? Dann schaut vorbei! Viel Spaß!

5 responses to “TIPPS FÜR EINE BEWERBUNGSMAPPE IM BEREICH MODE”

  1. tinagoldlocke says :

    deine nackten füße sind ja niedlich 🙂

  2. damla says :

    hallo ich brauch Hilfe!

    ich such schon seit fast 3 Jahren eine Ausbildung im Bereich Raumausstatter oder Gestalter im Visuelles Marketing, doch ohne Erfolg! hab dann mal bei den betrieben angerufen und nach dem Grund gefragt warum ich abgelehnt werde, die Antwort ist : meine Be-mappe sei unvollständig! ich weiß einfach nicht wie und wo ich anfangen soll! ich bin am verzweifeln 😦

    • silberminze says :

      Hallo damla

      Zuerst einmal gaaanz ruhig bleiben und tief durchatmen. Wenn man unter Druck steht, sagen einige, ist man kreativer. Aber ich gehöre leider nicht zu denjenigen die das von sich behaupten können.

      Was ich jeden raten würde für eine Bewerbungsmappe sind die Grundlagen. Damit liegt man immer richtig. Dazu zählen Aktzeichnungen und speziell bei dir Zeichnungen wo man mit räumlichen Denken punkten kann. Auch Architektur oder Stilleben. Allein die Komposition von Gegenständen kann vieles über dein kreatives Denken aussagen.
      Am besten holst du dir Ideen wie bei pinterest.de oder anderen kreativen Seiten sowie Blogs. Aber nicht 1:1. Sondern deine eigene Signatur.

      Desweiteren kannst du mehr auf dein Gebiet eingehen. Durch zum Beispiel besondere eigens gestellte Aufgaben. Spiele mit Farben und Formen. Oder Material. Da kannst du zum Beispiel Collagen erstellen.
      Und falls du in deiner Freizeit Hobbys wie Stühle neu beziehen hast oder ähnliches (tobe dich aus ) dann mache Fotos davon. Am besten ein vorher und nachherfoto und oder aus allen perspektiven oder Details.

      Versuche dich einfach nicht krampfhaft zu verbiegen. Sei du selbst und zeige dich und deine Kreativität. Dann schaffst du es auch. Wenn du an dich glaubst, dann glauben auch die Anderen an dich. .;-) Letztenendes wollen sie DICH kennenlernen.

      Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen hast, dann scheue dich nicht mich zu fragen. 🙂

      Liebe Grüße und gutes Gelingen!

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