EIN SEMESTER-ABLAUF

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Seit einiger Zeit hatte ich die Idee, euch mal einen Semesterablauf im Studium Mode Design zu zeigen. Im 3. Semester musste wir eine Dokumentation anfertigen. Perfekt, um meine Idee in die Tat umzusetzen und euch so einen Ablauf eines Semesters zu präsentieren. 😉

Das Bild zu Anfang war das Semester-Thema. „Kuriositätenkabinett“. Jeder sollte sich zu diesem Thema etwas einfallen lassen. Zu allererst, suchte ich alle möglichen, für mich, kuriosen Dinge zusammen und ordnete sie in alte (Die Titelseite.) und neuartige (Rückseite der Dokumentation) Kuriositäten.

Die Rückseite:

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Als zweiten Schritt überlegte ich intensiver, was speziell für mich kurios ist. Ich fotografierte verschiedene Sachen und Gegenstände. Dabei fielen mir irgendwann die Schatten im Hintergrund auf. Also nahm ich das Thema Schatten. Denn aus verschiedenen Perspektiven, sah jeder Schatten ganz anders aus. Das fand ich interessant. Dies ist übrigens ein sehr experimentelles Semester, mit Hauptaugenmerk auf das Konzeptionelle.

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Mit In Design brachte ich die Schatten zusammen und ließ sie miteinander verschmelzen. Dabei entstand eine Geschichte. „Der selbstverliebte Mensch Narziss.“ –> Ganz unten rechts seht ihr auch eine menschliche Figur sitzen. 😉 Aber letzendes wurde die Idee von meinen Professoren verworfen.

Aber das Thema blieb. 🙂

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Ich sammelte verschiedene Arten von Schatten. Zum Beispiel: Überlappende oder ein Schatten, der aber zwei menschliche Köpfe hatte. Ich entschied mich für Schatten die übereinanderlappend, nur einen Schatten insgesamt ergaben.

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Dann ging es zur Silhouettenfindung. X-Silhouette, Y-Silhouette, H-Silhouette, etc. Dazu fertigte ich diverse Collagen an. Ich entschied mich für die A-Silhouette.

(Übriges ist das auch eine gute Möglichkeit, um eine aussagekräftige Figurine zu zeichnen. :))–> Zeige ich euch später!

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Dank der Collagen (Ja! Sie sind tatsächlich nützlich!) kam ich darauf, das man mit transparente Streifen,  Schatten übereinanderlappen lassen kann. Und das man dennoch den gruseligen Rumpf durchscheinen sieht. Für mich ist kurios gleichbedeutend mit GRUSEL! –> Es wurde also entschieden, nur am Ende der transparenten Streifen, solche Schatten auftauchen zu lassen, die, wenn sie sich übereinander schieben, einen neuen Schatten ergeben. Eine neue Deutungsmöglichkeit entstand. Außer Grusel, bedeutet für mich kurios auch Undurchsichtigkeit und Verwirrug.

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Meine Professoren verlangten eine Farbcollage (Das mit der Eule.) und eine über die Inspiration.( Das Schwarze.)

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Weitere Collagen für die Streifen mit den Silhouetten am Ende.

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Nun endlich zur Klamotte. 😉 Ich wollte von Anfang an, die Silhouetten betonen und zwar mit Schwarz, währenddessen der restliche Streifen transparent blieb. Daher musste ich experimentieren. HEHE.. Und zwar mit unterschiedlichsten Chemikalien. HOHO..!! 😀

Ganz mein Ding! 🙂 Einiges funktionierte, und anderes wiederum nicht. 😦

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Ich musste die Streifen natürlich noch irgendwie fixieren und bot meinen Professoren unterschiedliche Varianten an. Sie entschieden sich für die handgenähte Variante. Alles andere wäre wohl zu schön gewesen.. *ächz* und zu einfach für mich.. *ächz*

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Währenddessen musste ich mir überlegen, wie ich die Streifen zuschneide, ohne das sie ausfransten. Unter Anderem probierte ich ein Ultraschall-Schneider aus. Aber es half nur zum Teil. Dennoch war das die beste Lösung am Ende. Nebenbei entschied ich mich für eine Rumpfsilhouette (Schatten auf dem Rumpf, der durch die Streifen dennoch sichtbar sein sollte.), die ich in eine Art Strickschlauch mit einer mechanischen Strickmaschine (Ich war übrigens die Erste, die die Maschine benutzte, weil sie absolut neu war! 😉) strickte.

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Erster Entwurf an der Puppe. So etwas wollte ich erreichen. 🙂 Schick, nicht? Und EXPERIMENTELL!

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Die Fragen: 1.) Wie bekam ich die Streifen steif? – Nach vielen Versuchen wurde es Textilfix.

2.) Wie hoch soll die schwarze Färbung laufen? -Sollte nur wie kurz in Farbe eingetaucht

wirken.

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Um dem Ganzen ein wenig Kuriosität zu verleihen, setzte ich noch einen „Aufsatz“ auf die Schulter. Es musste die Form festgelget werden, die mit dem Rumpf harmonierte. Auch das Seitenteil, wie es am Ende an der Seitennaht zusammenläuft. Denn schließlich konnte ich keinen Schlauch stricken, sondern nur Flächen, die später zusammengenäht wurden. Dementsprechend musste ich stricken.

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Unterdessen legte ich die Form der Silhouette auf dem Rumpf mit Design Knit im Computer an. War das eine „Fiebzelei“. Ich machte ein paar Proben, die seht ihr links. Der Unterschied von einer normalen Strickmaschine zu einer mechanischen ist, das man auch nicht-geometrische Formen stricken kann. Also damals perfekt für mich gewesen.

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Eine kleine Probe machte ich, indem ich ein karierten Stoff nahm und die designte Form, die ich im Computer eingegeben hatte, übertrug. Dabei konnte ich gut sehen, ob der Schulteraufsatz mir der Silhouette übereinstimmte.

Auch färbte ich den Originalstoff ein und schnitt die Silhouetten samt den restlichen Streifen aus. Zum Teil mit der Hand, aber auch mit dem Ultraschall-Schneider.

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Noch einmal dem Model anprobiert und schon konnte ich loslegen und alles mit den Originalstoffen und Garnen fertig nähen bzw. stricken. 🙂 Ich sage nur, das ich bis in die Nächte gearbeitet hatte und zwar alleine!!! (1:30 Uhr nachts.) *hüstel* Hatte sogar den Schlüssel. *hüstel*–> Eigentlich nicht erlaubt!

Dann ging es nur noch zum Fotoshooting und ich war bereit für die Prüfung. Alles im einen hat das ca. 3-4 Monate gedauert. Das hier, war nur eine extreme Kurzfassung! 🙂

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Tragbar?

Nur das STRICKKLEID, Ja!

Mit Schulteraufsatz: Für das THEATER, Ja!

Zusätzlich das „STREIFENKLEID“ darüber? Ja, für Lady Gaga! 😛

Die Dokumentation habe ich in einen selbst gebundenen Buch/ Heft angelegt. Und noch heute, schaue ich mir die Dokumentation gerne an. 😉 Da hat mir die Dokumentation am Ende mehr Spaß gemacht, als die eigentliche Arbeit am Modell. Unfassbar! 😉

Kommt euch das Modell bekannt vor?

Mehr erfahrt ihr hier: „PORTFOLIO ERSTELLEN.“ oder „VON DER SKIZZE ZUR KLAMOTTE“ 

😉

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About silberminze

Hallo mein Name ist Miriam Seeburg. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, euch in besonderen Bereichen eine kleine Hilfestellung zu geben. Ich schreibe hauptsächlich über meine Hobbys: 1.) Schneiderei 2.) Bücherei 3.) Atelier Und hoffe nebenbei, das ihr inspiriert werdet. ;) Neugierig? Dann schaut vorbei! Viel Spaß!

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